Schwungvoller Start für die Digitale Manufaktur „dima“

Die dima als wichtiger Bestandteil für eine „Dialog City“

Was können wir in Aschaffenburg in Zukunft noch besser machen? Was kannst Du tun, dass Deine Ideen für unsere Stadt Wirklichkeit werden? Wie können wir die Bürger*innen an einem digitalen und nachhaltigen Aschaffenburg beteiligen? Das haben wir uns vor rund eineinhalb Jahren gefragt. Eine der Antworten ist die Digitale Manufaktur (kurz: dima), die am 28.10.2022 mit einer Auftaktveranstaltung offiziell an den Start ging.

Big Data, Cloud Computing, Digitalengineering, Digitale Transformation, Algorithmen, Künstliche Intelligenz, Blockchain, Data Mining … alles wunderbare Begriffe, unter denen wir uns mal mehr, mal weniger vorstellen können. Wir allerdings suchen nach Lösungen, die einen echten Unterschied für die Aschaffenburger*innen machen.

Daher steckt hinter unserer Digitalisierungsstrategie in Aschaffenburg auch weit mehr als nur „Smart City“ und technische Lösungen: Wir möchten an einer „Dialog City“ bauen. Hierfür setzen wir auf die Beteiligung der Stadtcommunity und den Dialog mit Euch. Wir wollen die Menschen mitnehmen und in die Prozesse einbeziehen. Das bedeutet auch: Die „analoge“ und „digitale Welt“ sollen stärker miteinander verbunden werden. Bereits umgesetzte Beispiele hierfür sind der Digitalladen im Roßmarkt 11, das Projekt Aschaffenburg 2.0, unser digitales Stadtarchiv oder das gleichnamige, Ende September gestartete EU-Projekt DIALOG CITY. Mit der „dima“ kommt jetzt ein weiteres zukunftsweisendes Projekt hinzu.

Auftaktveranstaltug „die dima und DU!“

Unter der Überschrift „Die dima und Du!“ haben wir Euch das Projekt am 28.10.2022 im Jugend- und Kulturzentrum (kurz: JUKUZ) vorgestellt. Und es wurde schnell klar:

  • Mit der dima wollen wir die Digitalisierung in Aschaffenburg auf einen ganz neuen Level heben.
  • Mit der dima arbeiten wir an einer Zukunftslösung, damit die 71.000 Aschaffenburger*innen ihre Ideen für die Stadt einbringen und sich aktiv für die Stadtentwicklung engagieren.
  • Mit der dima stellen wir die Menschen in den Mittelpunkt.

Die Vision: Das soll die dima können

Die dima-Plattform soll zukünftig bei der Bewertung von Machbarkeit und Ressourcen helfen, Netzwerke und mögliche Partner aufzeigen, Fördermöglichkeiten nennen und ein Umsetzungskonzept erstellen. Am Ende der Projektentwicklung steht im Idealfall eine durch KI optimierte individuelle „Projektmappe“, die Du an mögliche Partner zur Realisierung übermitteln kannst. Bis zum Bau des ersten Prototyps steht das Thema „Verkehr und Mobilität“ im Fokus. Später möchten wir die thematische Ausrichtung komplett offen gestalten: Soziale, ökologische und kulturelle Ideen oder Verbesserungsvorschläge zur Wirtschafts- und Verkehrsentwicklung sind dann ebenso gefragt wie Ansätze, die die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt verbessern.

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Zusammenfassung der Auftaktveranstaltung

Eröffnet hat die Veranstaltung Herr Eric Leiderer, Bürgermeister und Digitalreferent. Er betonte noch einmal die Wichtigkeit von Digitalisierung und die Einzigartigkeit des dima-Projektes. Danach folgte eine kurze Vorstellung des Projektes durch die zwei Projektmitarbeiterinnen der Stadtverwaltung Aschaffenburg und dessen Inhalte sowie eine Erklärung, was KI überhaupt ist durch die Professorin Dr. Galia Weidl.

Nach einem Überblick über die Möglichkeiten der Digitalen Manufaktur konnten sich die Teilnehmer*innen bei der Auftaktveranstaltung in drei parallellaufenden Gruppen über die Kernelemente der dima informieren.

Diese Aktionen waren folgende:

Podiumsdiskussion: Künstliche Intelligenz + Gemeinwohl = ?

Was ist mit Künstlicher Intelligenz (KI) möglich und wie kann sie unser Leben in Aschaffenburg vereinfachen?

In der Podiumsdiskussion wurde gemeinsam mit Expert*innen und Euch diskutiert, wie KI gemeinwohlorientiert und verantwortungsvoll eingesetzt werden kann. Mögliche Chancen, Herausforderungen und Risiken wurden dabei thematisiert.

Gesprächspartner*innen:

  • Theresa Züger, Leiterin der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Nachwuchsforscher*innengruppe Public Interest AI und Co-Leiterin des AI & Society Labs des Alexander von Humboldt Institutes für Internet und Gesellschaft. Online.
  • Florian Christ, Projektmanager im Bereich „Digitalisierte Gesellschaft“ bei der Stiftung Mercator, wo er das Portfolio „Grundrechtsschutz bei Automatisierung“ verantwortet.
  • Galia Weidl, Projektleiterin bei dem Kompetenzzentrum Künstliche Intelligenz an der Technischen Hochschule Aschaffenburg

Design-Thinking-Workshop

In diesem Workshop wurde die Tagesstrecke eines/einer Bürger*in in Aschaffenburg gestaltet. Was denkt diese Person? Wie fühlt sie sich in der Stadt? Vor welchen Herausforderungen steht sie? Was motiviert sie, unterwegs zu sein?

Diese Methode wird „User Journey“ genannt und hilft dabei zu verstehen, wie sich der Ablauf für eine Person in der Stadt von Anfang bis Ende des Tages gestaltet. Dabei werden wichtige Erkenntnisse über ihr Verhalten, die uns helfen, die dima bürger*innenzentriert zu entwickeln, gesammelt.

Leiterinnen:

  • Dr. Timea Illes-Seifert, Professorin für Software-Engineering an der TH Aschaffenburg
  • Katharina Franz, Labormitarbeiterin der Fakultät Ingenieurwissenschaften an der TH Aschaffenburg

Bürgerbeteiligungsaktion

Da hat doch wieder keiner an die Rentner*innen, Händler*innen und Eltern gedacht!

Im Workshop wurde eineinhalb Stunden an einer exemplarischen Idee für die Stadt Aschaffenburg zum Thema Beteiligung gearbeitet. In einem Brainstorming wurde in verschiedenen Rollen auf ein städtisches Vorhaben geblickt und versucht herauszufinden: werden meine Perspektive und meine Bedürfnisse als zum Beispiel Rentner*in, Händler*in oder Eltern mitgedacht? Wenn nicht, welche Empfehlungen können wir einer digitalen Bürgerbeteiligungsplattform mitgeben, damit keine Perspektive verlorengeht?

Leiterin:

  • Johanna Götz, Mitgründerin der Agentur studiovorort

Ab 16:00 Uhr: KI live erleben

Nach den Aktionen und einer Pause gab es noch einmal die Möglichkeit KI live zu erleben. Dazu stellte die Stadtverwaltung Laptops bereit, auf welchen man zwei Open-Source-KI testen konnte:

Stable Diffusion, Text-zu-Bild-Generator

Stable Diffusion ist eine kostenlose KI (Künstliche Intelligenz), die aus freien Texteingaben in natürlicher Sprache Bilder generiert. Über ein Textfeld teilen Nutzer der KI mit wenigen Worten mit, was das gewünschte Bild darstellen soll.

Bloom, Spracherkennung und Textverarbeitung 

Bloom wurde darauf trainiert, Text aus einer Eingabeaufforderung auf riesigen Mengen von Textdaten fortzusetzen, wobei Rechenressourcen im industriellen Maßstab zum Einsatz kommen. So ist es in der Lage, kohärenten Text in 46 Sprachen und 13 Programmiersprachen auszugeben, der sich kaum von einem von Menschen geschriebenen Text unterscheidet.

Abschluss

Um ca. 16:30 Uhr neigte sich die Veranstaltung dem Ende zu. Der Moderator verabschiedete die Teilnehmende mit dem Hinweis, dass es hinsichtlich des Projekt-dima in Zukunft noch öfters Veranstaltungen geben wird, zu welchen alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen sind. Noch ca. bis 17 Uhr waren Bürgerinnen und Bürger sowie Mitarbeitende im Foyer des JUKUZ versammelt, aßen vom Buffet und redeten, diskutierten und vernetzen sich.

Wie geht es weiter?

Gemeinsam mit der Technischen Hochschule Aschaffenburg will das dima-Team bis Ende März 2024 den ersten Prototypen fertigstellen. Hierfür entwickelt die TH Aschaffenburg insbesondere die KI und digitalisiert den Design-Thinking-Prozess. Für die Projektphase wurde das Thema „Verkehr und Mobilität“ gewählt. Die KI muss nämlich mit anonymisierten Daten befüllt werden, um sie anzulernen und den Umgang mit den Daten erproben zu können. Hier ist es sinnvoll, sich zunächst auf einen Themenbereich zu fokussieren. Neben einer Umfrage finden regelmäßig Veranstaltungen und Workshops statt. Und eine analoge Anlaufstelle gibt es auch: den Digitalladen der Stadt Aschaffenburg im Roßmarkt 11. Hier stehen Euch neben persönlichen Ansprechpartner*innen auch ein interaktiver Bildschirm und WLAN-Arbeitsplätze zur Verfügung. Weitere Möglichkeiten, um an der dima mitzuwirken, werden in Kürze folgen! Auf digital.aschaffenburg.de/dima halten wir Dich auf dem Laufenden.

  • "Die dima und Du" Podiumsdiskussion mit Bürgermeister Eric Leiderer
  • Workshop "Die dima und Du" mit Bürger*innen, man sieht drei Workshop-Teilnehmende, die auf ihre Laptops schauen.
  • Eine Teilnehmerin schreibt etwas auf Post-Its.
  • Eine Teilnehmerin erstellt eine Grafik auf der Tafel
  • Positives Feedback des Workshops "Die dima und Du"
Weitere Informationen zur dima

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Leslie Becker

Leslie Becker ist Projektkoordinatorin für Digitale Kommunikation und Beteiligung bei der Stadt Aschaffenburg.

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